Vor einiger Zeit habe ich eine Brandbekämpfungsübung der Freiwilligen Feuerwehr in Frienstedt, einem Dorf unweit von Erfurt gelegen, begleitet. Ich muss gestehen, dass ich als jemand der nie auf dem Land gelebt hat, solche Vereine hauptsächlich mit dem Gedanken der Stärkung einer Dorfgemeinschaft unter dem Deckmantel einer eigentlich ernsthaften Angelegenheit, assoziierte. Und ja! Die Förderung des Zusammenhalts innerhalb eines Dorfes ist ein Bestandteil, dieser Einrichtung. Man trifft sich am Feuerwehrhaus tauscht sich untereinander aus, lacht und feiert Feste. Doch das ist nicht alles.

Bei dieser Übung stellte ich fest, dass dies wirklich nur ein Teilaspekt und gewiss nicht deren Hauptbeschäftigung ist. Denn während der Übung gab es keine gemächliche Gangart, keine Flachsereien und schon gar keine Nachlässigkeiten. Sondern nur volle Konzentration auf die Aufgabe. Jeder war bei der Sache und gab sein bestes! Den Anspruch einer Übung, dass Erlernte abzurufen und dabei Fehlerquellen zu identifizieren um sie abstellen zu können, unterstrich die Auswertung vor Ort. Zu meinen Erstaunen gab es nämlich zunächst keinen Schulterklopfer mit dem obligatorischen Hinweis, dass alle zufrieden sein könnten. Sondern es wurde schonungslos erörtert, was gut gelaufen ist und was verbessert werden muss.

Eines wurde mir dabei bewusst: Bei den Feuerwehrleuten handelt sich in der Tat um Maurer, Schlosser, Kaufleute oder Angestellte. Aber wenn mir etwas zustößt und ich ihre Hilfe brauche, dann sind sie zur Stelle und verrichten ihren Dienst wie jede Berufsfeuerwehr auch. Daher möchte ich diese Gelegenheit nutzen und allen Danken, die sich in freiwilligen Feuerwehren engagieren. Ihr seid meine freiwilligen Helden!

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