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Der Besuch in Istanbul ist jetzt zwei Monate her, sodass ich Abstand gewinnen konnte, um das Erlebte zu reflektieren. Rückblickend bleibt mir hängen, dass man in der Altstadt die Geschichte förmlich atmen, im Zentrum gut Feiern und in den Gassen des Stadtteils Galata beim Bier dem Alltagstreiben gut zu schauen kann. Und dennoch habe ich dort nie so etwas wie Gastfreundschaft verspürt.

Unser Hostel namens IsIstanbultiklal, hatten wir mit Bedacht ausgewählt. Denn es liegt im Dreieck zwischen der Hagia Sophia, der Blauen Moschee und dem Großen Bazar. Ansonsten gilt auch für dieses Hostel: Kennt man eines, kennt man alle! Die Einrichtung ist nicht die Neueste und die Sauberkeit erhebt nicht den Anspruch eine Hochglanz-Wohlfühl-Atmosphäre zu verbreiten. Es ist eine brauchbare Unterkunft, wo ich mich gut aufgehoben fühlte. Das Highlight ist die oberste Etage, wo sich neben der Rezeption auch der Aufenthaltsbereich befindet. Von hieraus beim Frühstück mit frischen Weißbrot, türkischen Chai, über die Hagia Sophia hinwegschauend den Bosporus zu beobachten, da geht nicht viel drüber.

 

Mit der Hagia Sophia, den Großen Bazar, den Topkapı-Palast sowie dem Stadtteil Galata, haben wir uns die üblichen Verdächtigen angeschaut. Mein persönlicher Höhepunkt war der Besuch des Bahnhofs Haydarpaşa, der sich auf der asiatischen Seite des Bosporus befindet. Dieser Bahnhof hat keine infrastrukturelle Funktion mehr, ist aber von innen und außen ein Prachtstück und gerade wegen diesen Umständen eine fotografische Empfehlung wert. Dort kann man auch sehr schön die surreale Leere einer solchen Einrichtung im Bild festhalten. Um ehrlich zu sein, würde ich bei dem dortigen Interieur gerne mal ein Personenshooting machen.

Istanbul Istanbul Istanbul

Leider muss ich gestehen, dass mich die fehlende Akzeptanz der Istanbuler Bevölkerung auf Touristen erschrocken hat. Denn wir hatten etliche Situationen erlebt, wo man uns hat spüren lassen, dass wir nur die Goldesel der Stadt sind. So mussten wir Imbisspersonal lange nach der Bezahlung dazu auffordern uns das Essen heraus zugeben oder Verkäufer daran erinnern, dass wir noch auf das Wechselgeld warten. Es war auch nicht möglich, im Laden des Mobilfunkproviders AVEA, welcher mitten im von Touristen überlaufenen Stadtteil Galata lag, ein Problem zu erläutern und lösen zu lassen, ohne das Personal auf eine Klärung drängen zu müssen. Wir haben auch Verkäuferinnen beim Kassieren oder Kellner bei der Bedienung erlebt, die mehr Konzentration für ihr Smartphone als für die aktuelle Situation benötigten.

Natürlich hatten wir auch positive Erlebnisse, wo man uns beispielsweise ungefragt weiterhalf, als wir versuchten herauszufinden, welche Fähre wir nehmen müssen. Doch insgesamt überwiegen in meinen Erinnerungen die negativen Erlebnisse deutlich!

Im Gegensatz zu den gemachten Alltagserfahrungen war ich bei der Straßenfotografie überrascht, dass Leute die bemerkten, dass ich sie gerade fotografiere darauf erstaunlich gelassen und oftmals interessiert reagierten. Insofern sind für diesen fotografischen Teil meines Stadtbesuches etliche gute Bilder entstanden.

2 thoughts on “Istanbul – Viel Geschichte, wenig Gastfreundschaft!”

  1. Ein toller Bericht und die Bilder sind echt umwerfend.
    Ich bin ein wenig Überrascht, dass gerade das, was man immer hört von dir eher nicht so bestätigt wird. Nämlich die Gastfreundschaft. Das die Leute so offen waren, als du sie fotografiert hast und sie eher nichts dagegen hatten sieht man auch in deinen Bildern. Man kennt das ja, dass Leute entweder sauer reagieren oder in „guten“ Fällen anfangen zu posen. In deinen Bildern sieht man aber, dass das ganze absolut natürlich ist und nichts gestellt ist, wie ich es von Stereofotografie erhoffe. Der Bahnhof sieht natürlich atemberaubend aus. Da ich erst die Bilder geschaut hatte und dann den Beitrag ausführlich gelesen habe, war ich Überrascht, dass wir den selben Gedanken hatten – Portraitaufnahmen im Bahnhof.

    Danke das du mir den Link deiner Seite gegeben hast. Ich freue mich zu sehen wie sich hier alles entwickelt. Sowohl die Beiträge als auch das Layout.

    Liebe Grüße
    Jason

    1. Moin Jason,

      für mich existieren Städte und Länder, wo du als Tourist, nicht aber als Gast willkommen bist. Es ist schwer zu beschreiben, woran ich das fest mache. Doch in manchen Regionen bin ich der Meinung, dass du in den Augen der Einheimischen nur etwas wert, wenn sie mit dir als Tourist, der Geld bei Ihnen lässt, interagieren können. Ansonsten sollst du dich wieder in deine Herberge oder am Besten dorthin, wo du herkommst „verdünnisieren“. Das soll nicht heißen, dass ich generell deren touristischen Geschäftssinn verurteile, aber es muss eine Grenze geben, wo ich mich einfach nur als Gast bewegen kann.

      Portraitaufnahmen innerhalb dieses Bahnhofes dürften kein Problem sein, solange du kein Stativ aufbaust. Doch sobald du beispielsweise entfesselt Blitzen möchtest, benötigst du eine dritte Person die dir den Blitz hält. Ansonsten gibt es Ärger, auch wenn sich wie in meinen Fall nur der Wachmann im Bahnhof aufhält. Denn Regel ist Regel und Ausnahmen werden nicht gemacht!

      Gruß
      Mario

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