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Ja! Im Vergleich zu Rom oder Venedig, spielt Mailand in Sachen touristische Highlights in einer kleineren Liga. Wahrscheinlich ist dies der Grund, weshalb ich subjektiv auch wengier Touristen wahrgenommen habe. Doch genau dieser Umstand war es, den ich an dieser Stadt schnell zu schätzen wusste. Somit konnte ich Mailand ganz entspannt entdecken.

Leider sagte mir keines der verfügbaren Hostels zu. Denn wenn sich die Bewertungen in Gänze überzeugend lasen, lagen sie meist zwischen den ersten und zweiten Hauptring, was mir wieder zu weit ab vom Schuss war, da ich mir die Hotspots ab der Unterkunft gerne erlaufe und nur ungern darauf angewiesen bin, immer irgendwelche Verkehrsmittel nutzen zu müssen. Aus diesen Grund probierte ich erstmals Couchsurfing aus und muss sagen, dass ich an der Unterkunft selbst sowie an der Lage nichts auszusetzen habe. Denn von der Lage her lag sie mit 15 Minuten Fußmarsch bis zum Duomo in guter Streckendistanz und die Amüsiermeile Navigli war nur 300m entfernt. Der große Wehrmutstropfen dieser Unterkunftsmöglichkeit ist natürlich die fehlende Anbindung an Gleichgesinnten, die in der Regel die soziale Basis für gemeinsame Unternehmungen bilden. Ein kurzes Resümee darüber werde ich erst im Beitrag über Barcelona ziehen, da ich mir auch dort eine private Unterkunft gesucht hatte, um Vergleichen zu können.

Milan architecture Mailand Architektur Galleria Vittorio EmanuelDer zentrale Punkt in Mailand bildet der „Piazza del Duomo“ in Front des Mailänder Dom’s (=Duomo) und der in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen „Galleria Vittorio Emanuele II“. Die Galerie war der Punkt, auf die ich mich am meisten freute. Euch sagt dieser Name nichts? Kein ein Problem! Denn ein Bild werdet ihr schon einmal gesehen haben! Mir wurde es einmal mit glänzenden Augen als Mutter aller Einkaufzentren beschrieben und nun kann ich bestätigen: Es ist die Mutter aller Einkaufszentren!

Milan street Mailand Strassenfotografie

Da es auf der Piazza del Duomo immer etwas Neues zu entdecken gibt, war dieser Ort immer einen Blick wert, auch wenn ich ihn schon auf meiner Besichtigungsliste abgehaken konnte. So erlebte ich neben dem üblichen Alltagstreiben auch eine Demo von Frauen in Brautkleidern und die Fans des gegen Inter Mailand spielenden AS St. Etienne, die diesen Platz offensichtlich als zentralen Sammelpunkt ausgewählt hatten.

Milan street Mailand StrassenfotografieWie so oft gibt es auch dort Bettelstrategien à la ich habe ein Freundschaftsband, wärmendes Deckchen oder Maiskörner zum Tauben anfüttern für dich. Eigentlich ist soetwas für mich als geübter Städtereisender kein Problem, da Strategie der vollkommenen Ignoranz (vor allem auf die Eingangsfrage „Where do you come from?“) immer funktioniert. Doch deren Aggressivität, die sich in der Form ausdrückt, dass einem diese Bänder und Maiskörner auf die Schulter, den Arm oder in die Hand gelegt werden, war auch mir neu. Straßenfotografisch waren sie durch ihre lebhafte Interaktion mit anderen Touristen natürlich ein lohnendes Ziel für mich. Dabei kommen natürlich richtig Aggressionen auf, da sie alles, nur nicht selbst fotografiert werden wollen. Doch auch hier empfehle ich standhaft zu bleiben und sie einfach zu ignorieren. Sie lassen auch in diesen Fällen wieder schnell von einem ab.

Wer Da Vinci’s Werk „Das letzte Abendmahl“ im Kloster Santa Maria delle Grazie zum regulären Preis von 15 Euro anschauen möchte, sollte dies etwa ein dreiviertel Jahr im vorraus Planen und sich entsprechend anmelden. Kurzentschlossene können sich dieses Werk im Verlauf einer entsprechenden Stadtführung anschauen, müssen dann aber 65-80 Euro für diese Führung im Budget einplanen. Bezüglich Nachtleben kann ich das Stadtteil Navigli empfehlen. Links und Rechts dieser beiden Kanäle, solltet ihr auf jeden Fall fündig werden. Es lohnt sich aber auch, dort einen Blick in die kleinen Seitengassen zu werfen… 😉

Milan street Mailand Strassenfotografie

Straßenfotografisch gesehen geht es dort entweder tiefen- oder absolut unentspannt zu. Dazwischen gibt es nichts! Denn die Herren der Schöpfung finden es in der Regel toll, dass ein Niemand einen anderen Niemand fotografiert und quatschen dich an, ob sie das Bild einmal sehen können. Die Damen reagieren meist unmittelbar und aufbrausend, da du sie fotografierst, ohne dass sie sich ins rechte Licht rücken konnten. Das ging einmal so weit, dass mir eine Dame hinterrannte und mir anbot, sie ein zweites Mal fotografieren zun können, wenn ich das erste Bild lösche. – Natürlich ging es darum, dass sie sich vorher noch einmal zurecht-zuppeln wollte. Ausnahmsweise erfüllte ich ihr den Wunsch, da die Aufnahme sowieso nicht gelungen war und ich somit eine Freiwillige hatte, um meine eigentliche Idee an dieser Stelle, bei dieser Lichtsituation umsetzen zu können.

Mit Polizisten oder Carabineri’s verhält es sich ähnlich. Wenn sie gerade heroisch in die Menge schauen und somit ihr Dienstauftrag ersichtlich ist, kann man sie ablichten bis die Speicherkarte voll ist. Aber wehe sie rauchen gerade, schauen auf ihr Mobiltelefon oder trinken irgendwo einen Kaffee. Dann prasselt schnell eine geballte Ladung Nachfragen, natürlich ohne Konsequenzen, aufMilan street Mailand Strassenfotografie euch ein. Apropos Polizisten: In der „Galleria Vittorio Emanuele II“, im Hof des „Castello Sforzesco“ und an anderen interessanten Orten dürft ihr nicht mit dem Stativ fotografieren. Dazu müsst ihr an der Touristeninformation ein spezielles Tagesticket für fünf Euro lösen. Nachdem in der Galleria eine Streife an mir vorbei ging ohne mich anzusprechen, war ich für die Nächste ein gefundenes Fressen. Da ich fast fertig war und wenig Lust hatte abzubauen, verwickelte ich die Polizisten in eine Diskussion der Art „Wieso, Warum, Weshalb, Wo steht das?“. Zu ihren Leidwesen mussten sie nun alles auf Englisch erklären, worauf sie nach einer Minute sichtlich die Lust verloren, sich plötzlich umdrehten, um jemand anderen zu massregeln. Dies ist ein typisches Beispiel, dass mir gerade in Italien oft aufgefällt! Um Nichtigkeiten wird zunächst ein riesiges Trara gemacht, doch bei leichter Uneinsichtigkeit in Tateinheit mit freundlichen Nachfragen, löst sich alles in Wohlgefallen auf.

 

— Alle Bilder in groß, gibt es hier zu sehen! —

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