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Neulich hatte ich die samstägliche Trainingsmöglichkeit beim MSC Gräfentonna in der Hoffnung besucht, beim Motocross meine Fähigkeiten im Bereich Mitzieher verbessern und vielleicht das eine oder andere Foto von Sprüngen machen zu können. Da ich ohne vorherige Anfrage hingefahren bin, war ich zunächst gespannt, ob ich dort überhaupt Fotografieren dürfte und wie nahe man mich an die Strecke heranlassen würde. Also stellte ich mich kurz dem Streckenverantwortlichen und meine Absicht vor. Mit einem tiefen Blick in meine Augen meinte er zu mir: „Junge! Pass auf, wenn du bei den Sprunghügeln stehst! Denn wenn die Jungs erst in der Luft sind, können die nicht mehr ausweichen. Ansonsten wünsche ich dir gutes Gelingen.“ Positiv überrascht von der Unkompliziertheit, zog es mich auch gleich auf die Strecke!

Als erstes versuchte ich, ein paar Sprünge fotografisch Einzufangen. Das Gelände des MSC Gräfentonna liegt auf einer Anhöhe unmittelbar vor dem Ortseingang. Das bietet an vielen Stellen weite Sicht und somit gute Freistellungsmöglichkeiten. Nach den Kontrollen der ersten Aufnahmen, vermutete ich einen Kardinalsfehler entdeckt zu haben. Denn im ersten Durchlauf fotografierte ich die springenden Protagonisten ausschließlich mit dem Himmel als Hintergrund. Doch ohne eine Horizontlinie als Bezugspunkt zu haben, wirkten mir diese Aufnahmen zu losgelöst von allem und unreal. Also wechselte ich den Standort so, dass ein Horizont im Hintergrund zu sehen ist. Der spätere Vergleich am Monitor bestätigt mich in meiner Annahme. Die Aufnahmen mit einem Bezugspunkt wirken wesentlich interessanter.

Zusätzlich versuchte ich auch die Sprünge als Mitzieher abzulichten. Doch bis auf ganz wenige Ausnahmen habe ich leider nur Ausschuss produziert. Ich bin mir nicht ganz im Klaren wieso das so ist. Doch da die Aufnahmen horizontal verwackelt sind vermute ich, dass ich bei Sprüngen dazu neige, die Kamera nicht nur vertikal mitzuziehen sondern sie auch horizontal zu kippen. Bei den restlichen Mitziehern sind einige gelungene Sachen dabei. Aber auch hier machte ich zu Beginn einen Anfängerfehler und fotografierte sie auf einer leichten Buckelpiste. Ich war der Meinung, dass die längste, gewollte Belichtungszeit von 1/100s ausreichend kurz ist, doch die Dämpfer der Bikes arbeiteten dafür trotzdem noch zu stark.

Insgesamt kann ich solche Gelegenheiten für das Üben von Mitziehern empfehlen. Denn wenn bei einem Versuch kein Treffer dabei war, ist die nächste Gelegenheit nur ein paar Sekunden entfernt. Von der Wirkung her, empfinde ich es so, dass man ab einer 1/100 Sekunde erkennt, dass es sich um einen gewollten Mitzieher handelt und ab einer 1/50 Sekunde die Bewegungsunschärfe für die Freistellung richtig interessant ist. Ich hatte auch versucht Aufnahmen zwischen 1/25s und 1/50s zu machen. Doch für diese Zeiten scheine ich frei händisch schon zu tattrig zu sein! 😉

Ein paar weitere Feststellungen möchte ich noch loswerden: Auf dem Helm montierte Actioncams (GoPro’s) sind absolut unfotogen. Ich habe es schon auf dem Gelände sein gelassen, diese Fahrer zu fotografieren. Da ich für jede Situation genügend Auswahl hatte, viel mir das auch nicht schwer. Des Weiteren sind mir die klaren oder zumindest durchsichtig getönten Schutzbrillen am Liebsten. Denn der fokussierte Blick während der Fahrt baut noch einmal ein ganz eigenes Spannungsfeld auf. Zusätzlich minimiert man im Vergleich zu den voll verspiegelten Schutzbrillen unschöne Spiegelungen. Hierbei ist mir auch aufgefallen, dass dieser spannende Blick bei Fahrern die unter Schutzbrille zusätzlich ihre normale Brille tragen, zu extrem wirkt. Überraschenderweise sehe ich weder die Sprünge, noch die Mitzieher, sondern die Portraits, die mit (recht) geschlossener Blende viel Detailreichtum bieten, als die gelungensten Aufnahmen an.

2 thoughts on “Motocross in Gräfentonna”

  1. Mitzieher hab ich bisher nur bei PKW’s versucht, die dachten mitunter das ich ein Blitzer bin und senkten die Geschwindigkeit 😉
    Was Belichtungszeiten angeht kommt es es wohl auf die Geschwindigkeit des Motorrads, Autos oder Fahrrads an. Müsste ich auch vor Ort erst Probieren. Mir gefällt das Schärfe- / Unschärfe-spiel bei allen Bilder sehr gut, das hebt die Maschinen samt Fahrer sehr schön hervor.

    1. Moin Steffen,

      es freut mich, wenn dir die Freistellung durch die Bewegungsunschärfe gefällt. Ich muss dir recht geben! Die Belichtungszeiten sollten proportional zur Geschwindigkeit des fotografierten Objektes sein. Der allseits angepriesene Tipp, den Kehrwert der Geschwindigkeit des Objektes (Motorad fährt mit 40 Km/h = Belichtungszeit von 1/40s) zu nutzen funktioniert ganz gut. Das bringt aber bei sich schneller bewegenden Objekten den Nachteil mit sich, dass die Bewegungsunschärfe aufgrund der kürzeren Belichtungszeit weniger ausgeprägt ist. Hier habe ich festgestellt, dass man mit dem Aufnahmewinkel noch einiges machen kann. Wenn man es hinbekommt, diesen klein zu halten (z.B. zwischen 75-125°), sind die Aufnahmen auch noch brauchbar. Das bedingt aber wieder, dass du mit langen Brennweiten fotografierst, da dir sonst das Objekt in der gewollten Belichtungszeit aus diesen kleinen Aufnahmewinkel rast. 😉

      Das die dich für einen Blitzer gehalten haben, finde ich recht witzig! In solchen Situationen kann man nur hoffen, nicht noch einer anhält und beginnt Ärger zu machen. Doch auch hier gilt wieder: Für eine gute Aufnahme, nehme ich alles auf mich.

      Gruß
      Mario

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